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Grundsätze der Stimmrechtspolitik bei Hauptversammlungen

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Entsprechend § 94 KAGB sowie den Wohlverhaltensregeln des BVI Bundesverband Investment und Asset Management e.V. übt die LBB-INVEST die mit den Anlagen der verwalteten Sondervermögen verbundenen Aktionärs- und Gläubigerrechte unabhängig und ausschließlich im Interesse der Anteilinhaber des jeweiligen Sondervermögens und der Integrität des Marktes aus.

Die LBB-INVEST unterstützt alle nachhaltig angelegten Maßnahmen einer aktiven Corporate Governance-Politik, die die Werthaltigkeit einer Kapitalanlage im Interesse der Anleger langfristig erhöhen können.

Im Rahmen der treuhänderischen Verantwortung für die verwalteten Kundengelder nimmt die LBB-INVEST diese Verpflichtung nach den folgenden Kriterien wahr:

1. Im Regelfall nehmen bevollmächtigte Mitarbeiter der LBB-INVEST die Vertretung der Stimmrechte aus Aktien und Gläubigerrechten gegenüber Gesellschaften im Falle eines Versammlungsortes am Sitz der LBB-INVEST selbst wahr. In begründeten Ausnahmefällen (organisatorische Probleme, unverhältnismäßig hoher Aufwand oder geringe wirtschaftliche Bedeutung gemessen am Anteil des jeweiligen Sondervermögens) kann auch eine Einzelbevollmächtigung an einen Dritten mit klaren Stimmrechtsweisungen erfolgen.

2. Werden Versammlungen von inländischen Gesellschaften nicht am Sitz der LBB-INVEST abgehalten, werden die Stimmrechte aufgrund des unverhältnismäßigen Aufwandes der persönlichen Stimmrechtswahrnehmung mit einer Weisung hinsichtlich der Abstimmung für das jeweilige Sondervermögen ausgeübt.

3. Zentrales Entscheidungskriterium für die Stimmrechtsausübung durch die LBB-INVEST ist allein das Anlegerinteresse des jeweiligen Sondervermögens unabhängig von den Interessen dritter Parteien.

4. Dauervollmachten werden nicht erteilt. Gegebenenfalls werden Einzelvollmachten mit Weisungen an unabhängige Dritte erteilt.

5. Das Abstimmungsverhalten der LBB-INVEST über die in den Tagesordnungspunkten aufgerufenen Unternehmensbereiche beruht auf den Kriterien einer transparenten und nachhaltigen Corporate Governance-Politik. Dabei wird das Abstimmungsverhalten u. a. von folgenden Grundsätzen geprägt:

Stärkung der Aktionärs- oder Gläubigerrechte
Jede einzelne Aktie sollte grundsätzlich das gleiche Stimmrecht beinhalten.

Managementqualität
Die Mitglieder der Führungsgremien (Vorstand, Aufsichtsrat, Ausschüsse) sollten kompetent und weitgehend unabhängig sein und keinen dauerhaften Interessenkonflikten unterliegen.

angemessene Vergütungsstrukturen
Die Vergütungen der Führungsgremien sollten transparent sein und sich leistungsgerecht an der langfristigen Entwicklung des Unternehmens orientieren.

Objektivität der Wirtschaftsprüfer
Wirtschaftsprüfer, die mit der Überprüfung des Jahresabschlusses beauftragt sind, müssen unabhängig vom zu prüfenden Unternehmen und die Vergütung hierfür transparent und angemessen sein.

Sinnhaftigkeit vorgeschlagener Kapitalmaßnahmen
Kapitalerhöhungen sollten langfristige Erträge der Gesellschaft erhöhen und 50% des aktuell umlaufenden Gesellschaftskapitals nicht übersteigen. Der Rückkauf von Aktien muss für alle Aktionäre gleich geregelt sein.

Unternehmenstransparenz
Die Berichterstattung sollte eine größtmögliche Transparenz über die Geschäftslage und -entwicklung gewährleisten.

Erfolgsaussichten geplanter Übernahme- und Fusionstätigkeiten
Grundsätzlich wird hierüber im Einzelfall entschieden. Der gebotene Kaufpreis muss in jedem Fall dem Unternehmenswert entsprechen.

Dividendenpolitik
Dividenden sollten dem finanziellen Ergebnis des Unternehmens entsprechen und im Branchenvergleich angemessen sein.

In regelmäßigen Abständen werden die Grundsätze der Abstimmungspolitik überprüft und ggf. angepasst.

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