• landscape image
vorheriger Teaser nächster Teaser
  • Wertentwicklung

    Es gibt einige Möglichkeiten, den Erfolg von Investmentfonds zu messen. Jede Methode ist für bestimmte Betrachtungen geeignet.

    Die Wertentwicklungsberechnungen des BVI vergleichen die Managementleistung und dienen als Vorstufe für die Errechnung des persönlichen Anlageerfolgs. Der BVI berechnet die Managementleistung der deutschen Investmentfonds für eine einmalige Anlage eines bestimmten Betrages.

    Maßgebend sind die Anteilwerte der Fonds zum Beginn und zum Ende des Berechnungszeitraums sowie die Gesamtauschüttungen inklusive der Körperschaftsteuerguthaben. Individuelle steuerliche Faktoren gehen nicht in die Berechnung mit ein. Die während des Berechnungszeitraums erfolgten Ausschüttungen werden am Tag der Ausschüttung stets als zum Anteilwert wieder angelegt betrachtet, wie es bei einem Investmentkonto der Fall ist.

    Die Wertentwicklung kann somit anhand folgender Daten berechnet werden:

    Anteilwert zu Beginn des Berechnungszeitraums (Bsp. 100 Euro)
    Anteilwert am Ende des Berechnungszeitraums (Bsp. 130 Euro)
    Ausschüttungsbetrag (Bsp. 5 Euro)
    Anteilwert am Tag der Ausschüttung (Bsp. 125 Euro)

    Wertentwicklung (ohne Berücksichtung des Ausgabeaufschlages)

    Wiederanlage: 5,00 Euro / 125,00 Euro = 0,04 Anteile
    Anteilbestand am Tag der Ausschüttung: 1,04 Anteile
    Wert am Ende der Berechnungsperiode: 130 Euro × 1,04 = 135,20 Euro
    Wertentwicklung am Ende der Berechnungsperiode: (135,20 Euro / 100 Euro -1) × 100% = 35,2%

    Das Ergebnis spiegelt die reine Managementleistung wider, nicht jedoch den tatsächlichen Anlageerfolg des Anlegers, da dessen Erwerbskosten nicht berücksichtigt sind.

    Wertentwicklung (unter Berücksichtigung des Ausgabeaufschlages)

    Unter Berücksichtigung des Ausgabekosten-Bereinigungsfaktors bei z. B. 5% Ausgabeaufschlag ergäbe sich eine Wertentwicklung von:

    Wert am Ende der Berechnungsperiode: 135,20 Euro : 1,05 = 128,76 Euro
    Wertentwicklung am Ende der Berechnungsperiode: (128,76 Euro / 100 Euro -1) × 100% = 28,76%

    Auf diese Weise kann jede Wertentwicklung für jeden Anlagezeitraum bereinigt werden. Die Gesamtausschüttung wird zum Anteilwert am Ausschüttungstag wieder angelegt betrachtet.

  • Wertpapier

    Urkunde, in der ein privates Recht verbrieft ist, für dessen Geltendmachung der Besitz der Urkunde erforderlich ist. Oftmals werden unter Wertpapieren in erster Linie Aktien, Schuldverschreibungen und Investment-Zertifikate verstanden.

  • Wertpapierfonds

    Fonds, dessen Fondsvermögen in Wertpapieren investiert ist.

  • Wiederanlage

    Sofern ein Anleger auf die jährliche Ausschüttung nicht angewiesen ist, empfiehlt sich die Wiederanlage der Erträge, z. B. im Rahmen von Investment-Sparprogrammen, für die die Gesellschaften Wiederanlagerabatte bis hin zum "Nulltarif" gewähren.

    Für die jährlichen Erträge werden dann immer neue Anteile oder Bruchteile von Anteilen erworben, die ihrerseits Erträge abwerfen, die erneut angelegt werden. Dieser Kumulativeffekt verstärkt sich mit der Dauer der Anlage.

    Bei Inhabern eines Anlagekontos, das direkt bei der Investment-Gesellschaft geführt wird, erfolgt die Wiederanlage automatisch und kostenfrei in neuen Anteilen bzw. Anteilsbruchteilen.

↑ Nach oben
Inhalt drucken